Fangstatistiken Schleien
Bereits Ende der 80er Jahre beklagten die Fischer massive Schäden an den Schleienbeständen durch Kormorane. Tatsächlich gingen die Fangzahlen der
Berufsfischer in dieser Zeit zurück (Abb. 41). In den ersten Jahren weist die Fangstatistik starke Schwankungen aus. Ob diese Unterschiede tatsächlichen Bestandsschwankungen entsprechen, kann mit dem vorliegenden Datenmaterial
nicht abgeklärt werden. Aber auch unter Berücksichtigung dieser schwankenden Werte lässt sich für die Zeit nach 1991 ein hochsignifikanter (Alpha = 0,5%) Rückgang der mittleren Schleienfänge darstellen. Die festgestellten
Fangrückgänge an Schleien folgten zeitlich auf eine mehrjährige Phase mit hoher Kormoranpräsenz in der Fußacher Bucht. Bemerkenswert ist allerdings, dass sich die Fangzahlen auch nach Abklingen der hohen Kormorandichten in den
letzten Jahren nicht wieder erhöht haben. Offenbar hat sich die Situation für die Schleien auch anderweitig verschlechtert, oder der Bestand wurde so dezimiert, dass der Wiederaufbau der Population nur schleppend erfolgt (z. B. nur
wenige Laichfische, schlechter Laicherfolg, anhaltender Fraßdruck u.v.m.).
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